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Ordensklinikum Linz

Virtuelle "Herzbegehung": Eine Reise in den Körper

Eine spannende virtuelle Reise in den Körper veranschaulicht Kindern das wichtigste Organ des Menschen: Das menschliche Herz wird mittels einer 3D-Brille und einer App „begehbar“.  In einem bundesweit einzigartigen Cluster-Kooperationsprojekt des Medizintechnik-Clusters (MTC) der oö. Standortagentur Business Upper Austria dringen die Digitalagentur Netural GmbH, das OÖ. Rote Kreuz und forte – FortBildungszentrum der Elisabethinen Linz GmbH & CoKG in eine neue Qualität des Lernens vor.

Kinder für gesunde Lebensweise gewinnen

Das Pilotprojekt „Virtuelle Reise in den Körper“ bestätigte dass Virtual Reality auch bei Vermittlung von Wissen eine zentrale Rolle einnehmen kann. Die Grundlage für die Idee des Projektes bildeten der Film „Die Reise ins Ich“ aus dem Jahr 1987 und Sequenzen aus der TV-Serie „Es war einmal ein Mensch“. Basierend auf diesen, damals wie heute faszinierenden Werken entstand die Idee, mittels Virtual Reality in einem animierten Raumschiff in das menschliche Herz zu reisen, um dessen Funktionen und Aufbau zu erforschen. Daraus entstand das Projekt mit dem Ziel, erlebnisorientiert und damit zukunftsträchtig Lehrinhalte zugänglich zu machen. „Bei diesem Projekt werden hochwertige Bildungsinhalte auf spannende Weise vermittelt“, so Gesundheits- und Bildungslandesrätin Mag.a Christine Haberlander.

Neue Dimension des Lernens

„Mit der Reise durch den Körper verfügen wir erstmals über ein Modul, um Kindern das Thema Gesundheit real näher zu bringen. Durch das Projekt sind Kooperationen entstanden, die es uns ermöglichen, neueste Technologien in den Unterricht einfließen zu lassen“, betont Ing. Mag. Günther Kolb, Geschäftsführer forte – FortBildungszentrum der Elisabethinen Linz GmbH & CoKG. Aus technischer Sicht musste die komplexe Struktur des Herzens einfach, aber nicht platt dargestellt werden. Das Know-how lieferte die kardiologische Abteilung des Krankenhauses der Elisabethinen: Die Expertise bildete einen optimalen wissenschaftlichen Hintergrund, um sicherzustellen, dass die Vereinfachung der anatomischen Gegebenheiten zu keinen Fehlern führt und jene Details im Fokus stehen, die für die Herzgesundheit von Bedeutung sind. 

Lernmodul entwickelt

Wichtig war auch der dramaturgische Aspekt – Kinder sollten in den menschlichen Körper ‚reisen‘ können – ohne falsche Assoziationen und ohne Angst. Durch die Einbeziehung vo Pädagogen entstand ein didaktisches Lernmodul, das dem aktuellen Wissens- und Entwicklungsstand der Zielgruppe entspricht.

Reise in den Körper
(Bild: Netural)

Der praxisnahe Probelauf erfolgte in der Linzer Robinsonschule, wo 35 Kinder die virtuelle Herzensangelegenheit testeten und anschließend ihr Resümee daraus zogen.

Ambitionierte Zukunftspläne

Das positive Feedback der Linzer Robinsonschule zum Prototyp der virtuellen „Herzbegehung“ ermutigte die Projektpartner, weiter zu forschen und zu entwickeln. Die Reise durch den Körper soll in einer Testschule als Teil des Biologieunterrichts implementiert werden. Zudem sollen weitere Körperregionen und Organe des Menschen in Zukunft folgen. 

 

Nähere Informationen:

forte-FortBildungszentrum