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Ordensklinikum Linz

Symptome und Gefahren einer Herzschwäche oft nicht bekannt

Datum: 13.08.2021

Atemnot beim Treppensteigen, schnelle Erschöpfung bei Aktivitäten, verstärkter nächtlicher Harndrang: Eine Herzschwäche verursacht zu Beginn nur schleichende Symptome, doch über die Jahre wird der Motor des Körpers immer schwächer. Das Land OÖ und die oberösterreichischen Spitäler möchten gemeinsam dazu motivieren, Warnzeichen trotz Corona-Pandemie frühzeitig ärztlich abklären zu lassen und somit das Risiko für ernsthafte kardiologische Folgen zu verringern.

Mit dem Alter sinkt die Leistungsfähigkeit des Herzens und das Gewebe kann nicht mehr ausreichend mit Blut und somit Sauerstoff versorgt werden.

Zu den Symptomen einer Herzinsuffizienz zählen:

  • Atemnot
  • eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Verstärkter nächtlicher Harndrang

 

 

In einem fortgeschrittenen Stadium der chronisch verlaufenden Erkrankung treten zudem Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) oder sogar im Bauch sowie nächtlicher Husten in Verbindung mit Atemnot auf.

Eine Herzschwäche ist keineswegs eine typische Alterserscheinung, meist tritt sie als Folge einer anderen Erkrankung auf. Unbehandelt kann sie die Lebenserwartung reduzieren. Deshalb sollten erste Warnzeichen zeitig abgeklärt werden, damit die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels möglichst erhalten werden kann.

Umfangreiche Corona-Schutzmaßnahmen

Bei Verdacht auf eine Herzinsuffizienz sollte ein Spitalsbesuch aus Angst vor einer Corona-Infektion keinesfalls aufgeschoben werden. Alle Kliniken haben umfassende Sicherheits- und Hygienekonzepte, um das Restrisiko für eine Ansteckung möglichst zu minimieren. Auch verordnete Therapien sollten unter keinen Umständen vernachlässigt werden, appellieren KardiologInnen an Betroffene.

Bei leichteren Problemen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems sind zunächst die Hausärztin/der Hausarzt sowie die niedergelassenen Fachärztinnen und -ärzte für Kardiologie die richtigen Ansprechpersonen. Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Hausärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 141 erreichbar. Auch die geschulten Fachkräfte der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 helfen rund um die Uhr. Über die jeweils richtige Anlaufstelle im Gesundheitssystem informiert zudem die Website www.wobinichrichtig.at.

 

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Herz Symbolbild

„Eine akute Herzinsuffizienz äußert sich durch akute Luftnot, die sich im Liegen verstärkt, und erheblichen Abfall der Belastbarkeit. Häufige Begleiterscheinung ist Herzrasen, nicht selten ausgelöst durch neu aufgetretenes Vorhofflimmern mit raschem, unregelmäßigem Puls. Hinzu kommen blasse, kalte, schweißbedeckte Haut, abfallender Blutdruck und Schwindel oder Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit."
Prim. Mag. Dr. Josef Aichinger