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Ordensklinikum Linz

Nieren-Transplantation im Ordensklinikum Linz

In Oberösterreich ist das Ordensklinikum Elisabethinen Linz das einzige Spital, in dem Transplantationen (nur Niere) durchgeführt werden. "Im Vorjahr haben wir 68 Nieren transplantiert. Rund jede vierte ist eine Lebendspende. Damit sind wir das Krankenhaus in Österreich, das die meisten Lebendspenden durchführt, was bedeutet, dass Verwandte oder Partner eine Niere spenden und das Organ nicht von Verstorbenen entnommen wird", sagt Primar Daniel Cejka, Leiter der der Nephrologischen Abteilung des Ordensklinikums Elisabethinen Linz. "Lebendspender müssen natürlich gesund und sehr gut aufgeklärt sein", sagt der Transplantations-Experte.

Auf die Niere eines verstorbenen Organspenders wartet man in Oberösterreich durchschnittlich dreieinhalb Jahre. "Für die Betroffenen, die vorher fast alle bereits Dialysepatienten waren, bedeutet eine Organspende immer eine unglaubliche Steigerung der Lebensqualität", sagt Primar Daniel Cejka. Die Blutwäsche sei vom Zeitaufwand mit einem Halbtagsjob vergleichbar und daher irrsinnig anstrengend.

Nur jeder vierte Patient, der aufgrund von Nierenversagen eine Dialyse braucht, kommt auch für eine Transplantation in Frage. "Der Eingriff ist schwer und kann bis zu vier Stunden dauern. Die Operation hinterlässt eine gut 20 Zentimeter lange Narbe. Der Patient muss daher in einem guten Zustand sein", sagt Cejka. Altersgrenzen würde es auf beiden Seiten – also bei Spendern und Empfängern – nicht geben. "Kürzlich hat ein 74-jähriger Patient bei uns im Ordensklinikum eine neue Niere bekommen. Und wir hatten auch schon Omas, die für ihre Enkelkinder eine gesunde Niere gespendet haben."

Zum ganzen Beitrag von Barbara Rohrhofer, OÖN

 

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Quiz Nierenspende

Rund jede vierte ist eine Lebendspende. Damit sind wir das Krankenhaus in Österreich, das die meisten Lebendspenden durchführt.
Prim. Priv. Doz. Dr. Daniel Cejka