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Ordensklinikum Linz

Lebensstiländerungen, die bei Fettleber helfen

Wird durch die Ernährung permanent mehr Energie aufgenommen als abgebaut werden kann, speichert der Organismus die Energie in Form von Fett in der Leber. Die Therapie erster Wahl bei Fettleber heißt daher:

  • Kost umstellen

  • Abnehmen

  • auf Alkohol verzichten

  • sich regelmäßig bewegen und

  • leberschädigende Medikamente meiden
     

Von der Lebensstiländerung profitieren rund 90 Prozent der Betroffenen.

Übergewichtige mit NAFDL sollten versuchen, das Körpergewicht zu normalisieren. Mittels ärztlicher Begleitung, Diät und Sport kann man pro Woche ein halbes bis ein Kilo verlieren. Dazu muss man täglich rund 500 bis 1.000 Kilokalorien einsparen. Viel Obst und Gemüse essen, gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren ersetzen, Vollkornprodukte zu sich nehmen. Gemüse garen oder dämpfen.

Besonders empfohlene Lebensmittel: Karotten, Spinat, Brokkoli, Rote Rüben und Tomaten. Beim Obst: Bananen, Kiwis, Erdbeeren, Orangen und Äpfel. Viel stilles Wasser und Tee trinken.

Lebensmittel, die man bei Leberdiät eher meiden sollte: Zwiebeln, Kohlarten und Bohnen, sowie sehr reifes Obst; Bratkartoffeln und Pommes frites, aber auch Käse mit sehr hohem Fettanteil, Speck und H-Milch, Fast Food und Weißmehlprodukte.

  • Artischocke und Mariendiestel sind die bedeutendsten Heilpflanzen, die bei der Regeneration der Leber helfen.
     
  • Völliger Alkoholverzicht kann bei AFDL zu deren Rückbildung führen und sogar eine Leberentzündung zum Abklingen bringen, wenn noch kein fortgeschrittener Leberumbau vorhanden ist. Wer weiter trinkt, riskiert eine Leberzirrhose.
     

„Das propagierte Achterl Wein pro Tag mag für das Herz gesund sein, für die Leber eher nicht. Ein täglicher Konsum von rund 80 g Alkohol für Männer, das sind etwa vier Bier und 30 g Alkohol für Frauen, was etwas mehr als einem Viertel Wein entspricht, führt nach 20 Jahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zur Zirrhose. Die Grenzwerte für eine risikoarmen Menge Alkohol liegt für Männer bei 24 g, also zwei Achterl Wein und für Frauen bei 12 g Alkohol“, sagt Prim. Univ.-Prof. Rainer Schöfl, Vorstand der Abteilung Interne IV, Gastroenterologie im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern.

Eine allgemeingültige Faustregel wieviel jemand seiner Leber zumuten kann und ab wann genau eine Schädigung eintritt, gibt es aber nicht. Es spielen dabei neben dem Lebensstil auch weiteren Erkrankungen und die individuelle Konstitution eine Rolle. Text: OÖN, Christine Radmayr

 

Nähere Informationen:

Gastroenterologie

Medikcal

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