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Ordensklinikum Linz

Hypofraktionierte Bestrahlung: Schon 2.000 Krebspatientinnen profitieren von verkürzter Strahlentherapie

Die Diagnose Brustkrebs ist ein Schock für alle Betroffenen. Nach einer operativen Entfernung des Tumors wird meist eine Strahlentherapie eingesetzt, um ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern. Im Jahr 2008 wurde am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern erstmals eine verkürzte Strahlentherapie bei Brustkrebs durchgeführt. Die sogenannte „Hypofraktionierte Bestrahlung“ hat sich  bewährt – nun wurde am Ordensklinikum Linz die 2.000ste Patientin mit dieser Methode therapiert.

2008 kam die erfolgreiche Methode erstmals am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern zum Einsatz. OÄ Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam, stellvertretende ärztliche Direktorin Ordensklinikum Linz Barmherzigen Schwestern, leistet seit mehr als 10 Jahren mit ihrem Team Pionierarbeit in der onkologischen Abteilung. Sie erklärt das Prinzip der hypofraktionierten Bestrahlung: „Die Dosis der hochenergetischen Röntgenstrahlen pro Sitzung ist minimal erhöht, dafür kommen wir aber mit 15 statt 25 Sitzungen aus. Die Therapie ist langfristig sogar besser verträglich, weil die Gesamtdosis etwas geringer ist als bei der konventionellen Bestrahlung. Das bietet Patientinnen einen doppelten Vorteil: gleicher Behandlungserfolg bei einer geringeren Rate von Nebenwirkungen und weniger Behandlungssitzungen.“

Das Team der Radioonkologie am Ordensklinikum Linz ging im Jahr 2008 mit dieser Bestrahlungsmethode einen anderen Weg als die meisten vergleichbaren Abteilungen in Österreich. „Mittlerweile haben wir 2.000 Patientinnen mit dieser Methode therapiert. Das zeigt uns, dass sich das hypofraktionierte Konzept bewährt hat“, sagt OÄ Mag. Dr. Bräutigam.

Primarius Univ.-Prof. Dr. Hans Geinitz, Vorstand der Radioonkologie am Ordensklinikum Linz, ist ebenfalls von den Vorteilen der Hyperfraktionierung für die Patientinnen überzeugt: „Der Vorteil der hypofraktionierten Bestrahlung liegt klar in der verkürzten Behandlungszeit, da den Patientinnen zwei Therapiewochen und 20 Fahrten erspart werden. Das bedeutet vor allem für Personen mit langem Anfahrtsweg eine erhebliche Zeitersparnis und Steigerung der Lebensqualität.“

Aufgrund der exzellenten Erfahrung mit der Hyperfraktionierung und der internationalen Datenlage wurde die Indikationsstellung erweitert. Inzwischen werden auch Patientinnen nach Brustentfernung mit einem verkürzten Schema (15 statt 25 Bestrahlungen) behandelt.

OÄ Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam mit einer Strahlentherapie-Patientin

 

Nähere Information:Radioonkologie