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Ordensklinikum Linz

Früherkennung ist die einzige Überlebenschance!

Die schönsten Wörter in der heutigen Zeit sind nicht „Ich liebe Dich“ sondern „es ist gutartig!" (Woody Allen)

Im Herbst 2001 hörte ich leider etwas anderes. Mit ziemlicher Anspannung saß ich im Behandlungszimmer meines Dermatologen und wartete auf das Ergebnis des histologischen Befundes, des von ihm entfernten Muttermals. Dann betrat er den Raum um mir umgehend zu eröffnen: „Es ist bösartig! Ein malignes Melanom Tumordicke nach Breslow 0,52 mm Clark Level 3“!

Bevor ich noch einen klaren Gedanken fassen konnte, erklärte er mich auf, dass nun eine Nachexzision rund um den bereits entfernten Bereich, sowie ein Lungenröntgen eine Blutuntersuchung und ein Ultraschall der Lymphknoten anstünde und dass dies stationär bei den Elisabethinen zu erfolgen hätte. Wenn hier keine weiteren Krebszellen gefunden werden, von dem bei dieser Tumorgröße nicht auszugehen ist, hätte ich Glück im Unglück gehabt und eine über 95%ige 5 Jahresüberlebenschance. Also praktisch wie ein „Gesunder“!

Zur weiteren Behandlung wurde ich von Ihm an die Abteilung für Dermatologie des Krankenhauses der Elisabethinen empfohlen. Gott sein Dank waren alle weiteren Untersuchungen unauffällig. Nach einem Tag und einer Nacht konnte ich das Krankenhaus wieder verlassen. Ich bekam auch keine weitere Therapie außer eine regelmäßigen Kontrolle der Haut. Bei diesen Untersuchungen wurden in den nächsten Jahren noch eine große Anzahl an Muttermalen im Krankenhaus der Elisabethinen entfernt. Alle mit dem Befund atypischer Naevus! Also zwar „atypische“ aber trotzdem „normale“ Muttermale!

Früherkennung ist die einzige Überlebenschance! Wäre ich 2001, als mir das etwas komische Muttermal, an das ich mich nicht erinnern konnte es schon länger zu haben, auffiel, nicht zum Arzt gegangen, wäre ich heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben. Ebenso wenig wie mein kleiner Sohn, der 2015 Jahren geboren wurde.

Die regelmäßige Selbstkontrolle ist unabdinglich. Auch und speziell für jung Menschen. Ich war damals 26! Wenn einem was auffällt – ab zum Dermatologen. Denn wenn es einmal so aussieht wie auf den Bildern im Internet oder diversen Info-Broschüren, ist es meist schon zu spät! Drum lieber einmal zu oft zur Kontrolle und lieber einmal zu oft ein „normales“ Muttermal entfernen als ein Leben lang tot.

Peter G., 42

Peter G. beim Kitesurfen
Trotz seiner Melanomerkrankung betreibt Peter G. wieder Wassersport. UV-Kleidung und Sonnschutz sind jedoch seither fixer Bestandteil seiner Ausrüstung.